Willkommen auf den Seiten des bodenkundlichen Lehrpfads im Schwaighauser Forst!

Die TU München (Extraordinariat für Geomorphologie und Bodenkunde), die Bayerischen Staatsforsten und die Bayerische Forstverwaltung begrüßen Sie herzlich auf den Seiten des bodenkundlichen Lehrpfads im Schwaighauser Forst, Lkr. Regensburg.

Böden bleiben uns meist verborgen, weshalb wir ihnen in der Regel nur wenig Bedeutung beimessen. Dabei bilden sie als Schnittstelle der Ökosphären die Grundlage allen Lebens.

Der Boden (Pedosphäre) als Schnittstelle von Atmosphäre (Luft), Hydrosphäre (Wasser), Lithosphäre (Gestein) und Biosphäre (Organismen).

Die TU München hat es sich zusammen mit den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung zur Aufgabe gemacht, dem interessierten Besucher im Schwaighauser Forst einen Einblick in die unterirdische Welt des Waldes zu ermöglichen.

Der Lehrpfad in Schwaighausen bietet hierzu eine einmalige Gelegenheit. Auf engstem Raum präsentieren sich hier die unterschiedlichsten geologischen Einheiten: von der Albhochfläche und den steilen Malmhängen bis hin zu quartären Dellen- und Talverfüllungen.

Bei einer ca. 1,5 km langen Wanderung durch den Wald kann man an 8 verschiedenen Profilgruben in die Bodenwelt abtauchen und das Umweltmedium Boden hautnah „begreifen“.

Zudem präsentieren Informationstafeln die Entstehungsgeschichte der Böden um Regensburg, ihre Vielfalt, Funktionen und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Humus - der "Recyclinghof" des Waldes. Abgestorbenes Pflanzenmaterial wird hier schrittweise zersetzt. Dadurch werden die enthaltenen Nährstoffe wieder pflanzenverfügbar gemacht. Humus bildet außerdem einen wichtigen Wasserspeicher.

"Farben sprechen Bände": dunkelbraune, schwärzliche Farben deuten auf humus-/nährstoffreiche Böden hin (links). Nährstoffarmen Böden (rechts) fehlt diese Färbung - sie sind deutlich aufgehellt (gräulich, weiß). Der Bodenlehrpfad erklärt wie auch der Laie solche Unterschiede erkennen kann.

Auch Pflanzen geben Auskunft über die Bodenverhältnisse. Sauerklee (Oxalis) gilt als typischer "Säurezeiger". Er signalisiert nährstoffarme Böden. Forstleute versuchen diese Informationen zu nutzen.

Die geschlossene Bedeckung der Bäume und Sträucher schützt den Boden vor Erosion. Der Höhenunterschied zwischen Acker (links) und Waldrand (rechts) verdeutlicht das Ergebnis der jahrhundertelangen ackerbaulichen Nutzung. Wird die schützende Vegetation entfernt, so kann das Regenwasser ungehindert abfließen und Bodenmaterial wird erodiert.

Lösungsdolinen zeugen von der Entstehungsgeschichte der Alb. Die intensive Verwitterung des festen Jurakalkes wird Verkarstung genannt. Derartige Dolinen zeigen sich unweit Profil 7 als trichterförmige Senken im Waldboden. Ein kurzer Abstecher lohnt sich!

Der Lehrpfad lädt auch gerne zum Verweilen ein!

Nicht zuletzt bietet die Wanderung eine willkommene Erholung vom stressigen Alltag. Genießen sie die reizvolle Landschaft!

Folgen sie einfach diesen Markierungen.

Nehmen Sie Rücksicht auf den Wald und seine Bewohner. Hunde bitte an der Leine führen!

Dann läßt sich unter Umständen auch ein Blick auf die scheuen Waldbewohner erhaschen.

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